Klimaanalyse für die Region Bodensee-Oberschwaben

Der Klimaatlas Baden-Württemberg (LUBW 2006) weist bedeutende Teile der Region Bodensee-Oberschwaben als Bereiche mit schlechten Durchlüftungsverhältnissen und hoher Wärmebelastung aus. Die klimakritischen Bereiche liegen insbesondere im Bodenseeraum und im Schussenbecken. Kleinere Teilgebiete mit ungünstiger Durchlüftung befinden sich auch in den Tälern der Donau und ihrer Nebenflüsse.

 

Übergeordnetes Ziel der regionalen Klimaanalyse Bodensee-Oberschwaben (REKLIBO) ist die Konkretisierung dieser klimakritischen Bereiche in der Region und die Ableitung von Handlungsstrategien, insbesondere für die Siedlungsentwicklung und den Städtebau. Die Ergebnisse der regionalen Klimaanalyse sind im wissenschaftlichen Abschlussbericht dokumentiert (siehe Downloadbereich am Ende dieser Seite).

 

Der Abschlussbericht umfasst 3 Bände und einen Kartenteil. In Band 1 (Grundlagen) erfolgt eine allgemeine naturräumliche und klimatische Einordnung der Region. Band 2 (Modellierung) beschreibt die flächendeckende Analyse der Durchlüftungssituation auf Basis des Kaltluftabflussmodells KLAM_21. Im zugehörigen Kartenteil werden Grundlagen-, Ergebnis- und Analysekarten dargestellt. Band 3 stellt die Methodik des Messprogramms, die Messergebnisse und deren Interpretation für die ausgewählten Untersuchungsräume dar.

 

Die Studie wurde im Auftrag des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben und der Landkreise Sigmaringen, Ravensburg und Bodenseekreis erstellt. Die wissenschaftliche Bearbeitung erfolgte durch Prof. Dr. Andreas Schwab und Denis Zachenbacher aus dem Fachbereich Geographie der Pädagogischen Hochschule Weingarten.

 

Anwendungsbereich der regionalen Klimaanalyse

 Die Ergebnisse der regionalen Klimaanalyse stellen eine wichtige Bewertungsgrundlage für den Landschaftsrahmen- und Regionalplan (Regionale Grünzüge und Grünzäsuren) sowie die kommunale Bauleitplanung (Landschaftsplan) dar. Für die Bewertung von Einzelbauvorhaben sind die in den Karten dargestellten Ergebnisse aufgrund des Zielmaßstabs (1 : 50.000 und kleiner) nicht geeignet. Die korrekte Interpretation der Ergebnisse der Klimaanalyse erfordert im Übrigen ein fundiertes klimatologisches Fachwissen.



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