Am 24. Juni 2006 fand in Ravensburg die offizielle Gründung des Interessenverbandes Südbahn statt. In der Kooperationsvereinbarung haben sich die Kooperationspartner verpflichtet „... über gemeinsame Projekte und Maßnahmen den kompletten Ausbau der Südbahn gemäß der Internationalen Studie („Südbahn mit Vbk“ = vollständige Elektrifizierung, zweigleisiger Ausbau zwischen Friedrichshafen und Lindau, Ausbau auf 160 km/h, Bau der Verbindungskurve Friedrichshafen) als „Rückgrat“ der Region und als ergänzende Zulaufstrecke zur NEAT koordiniert voranzutreiben und gegenüber den Entscheidungsträgern vereint zu artikulieren.“ Mehr...
Im Rahmen der anstehenden Fortschreibung des Regionalplans ist der Regionalverband gefordert, auf der Basis von § 11, Abs. 3, Nr. 5 des Landesplanungsgesetzes (LplG) „Schwerpunkte für Industrie, Gewerbe- und Dienstleistungseinrichtungen“ auszuweisen. Dies alles vor dem Hintergrund, dass die Flächenverfügbarkeit in der Region Bodensee-Oberschwaben aus vielerlei Gründen in aller Regel ziemlich begrenzt ist und die Debatte zu den Flächensparzielen bereits zu einer sehr restriktiven Handhabung bei der Inanspruchnahme neuer Flächen in den Flächennutzungsplänen durch die Genehmigungsbehörden geführt hat. Darüber hinaus sind die erforderlichen Rechtsverfahren bei der Genehmigung neuer Gebiete heute oftmals sehr komplex, langwierig und aufwändig.
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Nach dem Baugesetzbuch und dem Naturschutzrecht sind Eingriffe in Natur und Landschaft durch Kompensationsmaßnahmen auszugleichen. Die Maßnahmen dienen zur nachhaltigen Aufwertung und langfristigen Sicherung von Freiräumen für Flora, Fauna und Bevölkerung.
Um eine sinnvolle Steuerung und Bündelung von Kompensationsmaßnahmen auch über Gemarkungsgrenzen hinweg zu ermöglichen, soll im Rahmen des vom Regionalverband initiierten Projekts ein gemeinsames, regionales Kompensationsflächenmanagement entwickelt und umgesetzt werden. Das Bearbeitungsgebiet umfasst die 14 Städte und Gemeinden im Verdichtungsraum Friedrichshafen-Ravensburg-Weingarten mit Randzonen (Kooperationsraum). Daneben sind auch die Landkreise Bodenseekreis und Ravensburg am Projekt beteiligt.
Der Klimaatlas Baden-Württemberg (LUBW 2006) weist bedeutende Teile der Region Bodensee-Oberschwaben als Bereiche mit schlechten Durchlüftungsverhältnissen und hoher Wärmebelastung aus. Die klimakritischen Bereiche liegen insbesondere im Bodenseeraum und im Schussenbecken. Kleinere Teilgebiete mit ungünstiger Durchlüftung befinden sich auch in den Tälern der Donau und ihrer Nebenflüsse.
Übergeordnetes Ziel der regionalen Klimaanalyse Bodensee-Oberschwaben (REKLIBO) ist die Konkretisierung dieser klimakritischen Bereiche in der Region und die Ableitung von Handlungsstrategien, insbesondere für die Siedlungsentwicklung und den Städtebau.
Die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung im Zuge der Energiewende ist auch für die Region Bodensee-Oberschwaben ein zentrales Zukunftsthema. Der Regionalverband hat daher die Energieagentur Ravensburg gGmbH mit der Erarbeitung eines Energie- und Klimaschutzkonzepts Bodensee-Oberschwaben 2020 beauftragt. Neben der Analyse des Ist-Zustands ist die Ermittlung der Potenziale beim Ausbau erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 sowie deren Umsetzung auf regionaler und kommunaler Ebene ein wesentliches Ziel der Studie.
In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Tübingen und den Landratsämtern Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen hat der Regionalverband eine Planungshinweiskarte zu großflächigen Photovoltaikanlagen erarbeitet, die die Kommunen der Region im Rahmen ihrer eigenen Planungen unterstützen soll. Anders als die Regionalpläne des Regionalverbandes besitzt die Planungshinweiskarte allerdings keine Rechtsverbindlichkeit, sondern hat nur informellen Charakter.
Obwohl die Region in einem für die Geothermie günstigen Bereich liegt, haben in der Vergangenheit entsprechende Grundlagen für eine verstärkte Nutzung der Geothermie gefehlt. Der Regionalverband hat zusammen mit dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, den Landkreisen der Region und weiteren Partnern - als erster Regionalverband in Baden-Württemberg - flächendeckende Grundlagen für die Geothermie erarbeitet und 2005 veröffentlicht.
Modellvorhaben sind für die Bundesraumordnung ein wichtiges Instrument zur Umsetzung eines stärker prozess-, aktions- und projektorientierten Planungs- und Politikverständnisses. Mehr Aktionen und Projekte statt Programme und Pläne lautet seit den 90er Jahren das Arbeitsprinzip für die räumliche Planung.
Mit dem Aktionsprogramm "Modellvorhaben der Raumordung" (MORO) unterstützt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die praktische Erprobung und Umsetzung innovativer, raumordnerischer Handlungsansätze und Instrumente in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis, d.h. mit Akteuren vor Ort, in den Regionen.
Das Konzept BODAN-RAIL 2020 ist die Darstellung eines erwünschten künftigen Zustandes von Bahnnetz und Bahnbetrieb im Grossraum Bodensee, bei welchem alle Teile der Region von einer wesentlich verbesserten Erreichbarkeit profitieren. Neben den konkreten Vorschlägen für die Verknüpfung aller Bahnen rund um den See stellt BODAN-RAIL 2020 auch Planungsinstrumente bereit wie ein Netzplanungsmodell und ein Nachfragemodell, die es erlauben, Vorschläge jeder Art aus der neuen Sichtweise heraus zu beurteilen. Aktuell (2010) wird an einer länderübergreifenden Überarbeitung des Projektes gearbeitet. Über Ergebnisse werden wir dann an dieser Stelle informieren.Mehr...
Der Verkehrskorridor zwischen der B 30 im Westen und der A 96, selektiv bis zur A 7 im Osten, ist in einer stetigen Umbruchsituation. Daher haben der Regionalverband, das Land Baden-Württemberg (vertreten durch das Regierungspräsidium Tübingen) und verschiedene Beteiligte aus der Region sich entschlossen, das gemeinsame Projekt Verkehrsstudie Ost auf die Beine zu stellen.
In der Sitzung vom 4. Dezember 2009 hat die Verbandsversammlung den Bericht der Verwaltung zum Regionalen Einzelhandelsprojekt in einem einstimmigen Beschluss zur Kenntnis genommen und sie beauftragt, das Einzelhandelskonzept und die daraus entwickelten Plansätze als Leitlinie für das aktuelle Verwaltungshandeln und als Grundlage zur Ausarbeitung eines Teilkapitels "Einzelhandelsgroßprojekte" für die Gesamtfortschreibung des Regionalplans zu nutzen.
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